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Am 5. Juni 1783 war es soweit: Den
Brüdern Michel-Joseph und Étienne-Jacques Montgolfier gelang der
erste Flug eines von ihnen konstruierten Heißluftballons. Der erste
bemannte Aufstieg gelang wenige Monate später mit der Montgolfiere „Reveillon“
– etwa 440.000 Menschen beobachteten damals das Spektakel. Mehr als
200 Jahre später hat das Ballonfahren – trotz aller technischer
Revolutionen in der Luftfahrt – nichts von seiner ursprünglichen
Faszination verloren.
Wenn zur Zweiten Thüringer Wald
Weitfahrt die großen Heißluftballons durch die Lüfte schweben,
werden auch im Freistaat viele Menschen begeistert zum Himmel
schauen. Das Ballonfahren ist jedoch mehr als eine – schön
anzusehende – Fortbewegungsart: Es ist auch ein anspruchsvoller
Sport, der von den Piloten technisches Know-how, meteorologisches
Wissen und fliegerisches Können abverlangt. Gern habe ich die
Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen!
„Willst fliegen und bist vorm
Schwindel nicht sicher?“, heißt es in Goethes Faust. Keine Frage
– wer in einen Heißluftballon steigt, muss schwindelfrei sein. Ich
bin jedoch überzeugt: Den Ballonpiloten und ihren Gästen macht der
Blick aus luftiger Höhe nichts aus. Im Gegenteil! In ihren offenen
Körben können sie einen seltenen Ausblick auf Städte und Dörfer,
Berge und Täler genießen. Bereits bei der Erstauflage der Thüringer
Wald Weitfahrt im vergangenen Jahr sind sie weit über Thüringen
hinaus bis nach Bayern, ein Team sogar über die Alpen bis nach
Italien gelangt – so, wie es die Winde wollten. Ich bin gespannt zu
erfahren, wohin es sie in diesem Jahr treibt!
Ein Trost für jene
Heißluftballonfreunde, die lieber festen Boden unter den Füßen
haben: Der MDR und das Regionalprogramm von TV Südthüringen
übertragen die schönsten Bilder der Ballonfahrt in die Wohnzimmer
der Fernsehzuschauer.
Mein Dank den Mitgliedern des
Ballonsportclubs Thüringen e.V. und ihren Partnern, die zum Gelingen
dieses Wettbewerbes beitragen. Ich wünsche den Ballonfahrern eine
schöne und sichere Reise, der Zweiten Thüringer Wald Weitfahrt ein
gutes Gelingen. „Glück ab, gut Land!“
Dieter Althaus
9.Januar 2006 |