Donnerstag 2006-01-19

 
Fünfter Tag 

Der Wettbewerbsmeterologe hatte gute und schlechte Nachrichten zum Briefing mitgeteilt.

Einerseits die Change einer heutigen Alpenüberquerung und zum anderen keine Hoffnung auf weitere Fahrtmöglichkeiten ab Freitag innerhalb des Wettbewerbs. Es war also die letzte Möglichkeit das bisherige Gesamtergebnis nochmals zu seinen Gunsten zu verändern.

Und so griffen die Verfolger auch an.

Mit über 100 h / km jagen das bayrische Team Christoph Schönemann mit Michael Sommerhage und das Berliner Team Klaus Peter Sengspeck mit Rolf Friedrichs vom Thüringischen Suhl aus den Alpen entgegen.

Ihr Ziel: Einstellung der vorjährigen Bestleistung von 459 km. Vor einem Jahr war Schönemann /Sommerhage im italienischen Bozen gelandet. Sollte alles klappen wie geplant und wettermäßig vorhergesagt, so könnte sogar der bei über 800 km stehende Deutsche Rekord fallen.   Bereits am gestrigen Vortag liefen die Vorbereitungen auf Höchsttouren. Die heiße Phase begann  rund vier Stunden vor Sonnenaufgang. Bei z.T. sternklarem Himmel wurden beide Ballone auf dem Parkplatz des Suhler Ringberghotels aufgebaut. Bis zu 11 spezielle Propangasbehälter wurden mit viel Navigations- und Sprechfunktechnik in den Ballon eingebaut. Unmittelbar nach Sonnenaufgang gegen 8:20 Uhr starteten beide Ballone in kurzem Abstand.

         
 

Gegen 13:00 Uhr begannen beide Teams mit der Nord-Südlichen Überquerung der Alpen.

Das  Team Schönemann / Sommerhage landeten jedoch auf Grund rückläufiger Winde nach 328,57 km vor dem Erreichen des Alpenhauptkamms in Österreich.

           
 

Sengspeck / Friedrich befanden sich in über 6500 m Höhe bei ca. – 27 Grad Celsius. Der Wind trieb sie durchschnittlich mit 120 Km/h voran.                                 

Gegen 10 Uhr waren am heutigen 4 Wettbewerbstag der 2.Thüringer Wald Weitfahrt weiter 4 Ballone zu Fernfahrten gestartet. Sie fuhren zwischen 210 -331 km weit. Eimers (NRW) / Zenge (THR) reichten ihre 325 km zum Gesamtsieg und Erhalt des Wanderpokals des Thüringer Ministerpräsidenten. Mit drei wertbaren Fahrten hatten sie 974 km erreicht. Ganze 6 km trennten sie vom Vorjahressieger Borgmeier / Heck.

 

Den Pokal der weitesten Einzelfahrt holten sich durch ihre heutige spektakuläre Alpenüberquerung „mit Anlauf “ nach 552 km nordwestlich von Venedig die Berliner Sengspeck / Friedrich.

Insgesamt wurden an den vier Wertungstagen rund 6.430 Strecken-km gefahren.

           

In die Wertung des Qualifikationswettbewerbes gingen nur die auf deutschem Staatsgebiet gefahrenen km  ein und die beiden am 3.Wertungstag gefahrenen Fahrten von Borkmeier / Heck und Pulzer/Maith gingen nicht in die Wertung ein, da für diesen Tag keine QLW Wertung durch die Wettbewerbsleitung ausgehangen war.

So wurde es auch nochmals sehr eng im Qualifikationswettbewerb. Mit 2771 Punkten und nur 81 Punkten Vorsprung entschied Wilhelm Eimers den Wettkampf vor Matthias Borgmeier und dem 3. Chistoph Schönemann.

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